| Tief im Sommerloch |
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| Geschrieben von Jürgen Laarmann | ||||||||
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»Irgendwann ist die WM vorbei und dann droht uns in diesem Jahr das
gigantischste Sommerloch des Jahrtausends. Ich bin sehr gespannt drauf«,
so zumindest die Prognose meines Mitbewohners S. Dass nach der WM und der vorübergehenden Einstellung des Politbetriebs die Nachrichtenlage dünn wird, davon kann man tatsächlich ausgehen, was daran spannend sein soll, ist natürlich eine andere Frage. Bei lähmender Hitze haut die Hälfte der Leute ab—nämlich die, die es sich leisten können: Die Reichen sonst wohin, die nicht ganz Pleitenen in Richtung Sommerfestivals. Der Rest erzählt sich, wie toll es im Sommer in Berlin ist und dass man ja blöd wäre, wenn man die Stadt gerade jetzt verlassen würde. Es beginnt eine einzige Draußen-Rumlungerei und von allen Wichtigtuern und Faulenzern erhält man nur noch »out-of-office«-Reply-Emails zurück, als könnte man nicht auch im Urlaub seine Emails lesen. S. hingegen meint, dass sich die wahre Entertainment-Qualität der Medien tatsächlich erst im Sommer zeige, denn eine gute Zeitung ohne jede Nachrichten zu machen – das sei wahre Kunst. Er sieht erheblichen Nachholbedarf in Berlin: »Ich hoffe nicht, dass wir in diesem Sommer wieder darauf angewiesen sind, uns kleine, blöde Geschichten von Krokodilen oder sonstigen exotischen Tieren anhören zu müssen, die in der Nachbarschaft ausgebüchst sind und wochenlang nicht gefunden werden; dafür aber lustige Spitznamen erhalten und mit täglich neuen Munkeleien immer wieder in den Medien auftauchen werden.« Tatsächlich hoffe er, dass mal irgendwer Profilierungssüchtiges mit einer lustigen Idee auftaucht, der sich wichtig macht, »denn seien wir ehrlich–nie ist es so einfach als Star richtig rauszukommen, wie wenn die echten Stars alle im Urlaub sind«. Ich musste zustimmen, aber nicht ohne auch auf Flops, wie das ProSieben-Sommermädchen vom Vorjahr zu verweisen. Schließlich zeigte mir S. eine Website, die es mit ihrem Motto auf den Punkt brachte: www.sommerloch.eu, »Nachrichten, die schon gestern niemand mehr interessierten«. S. will sich jetzt erstmal um seinen eigenen Sommerloch-Urlaub kümmern, was ich zuerst nicht ganz verstand. Würde mein exzentrischer Mitbewohner tatsächlich Ferien in der Provinz, dem Ort Sommerloch bei Bad Kreuznach machen? »Mitnichten, mein Lieber«, klärte er mich über seine eigene »im Sommer in Berlin bleiben«-Geschichte auf: »Ich meine damit die Strandbarschlampe von neulich, deren Namen ich mir nicht merken kann, die aber ab drei Cocktails alle Phantasien wahr werden lässt ...«
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Vielleicht sollte man dazu die alten Stadtmauern wieder errichten und an den ...
Puls
Hallo Otoman, du hast recht. Das Video "Nichts zu verlieren" hat um d...
Puls
auf youtube sind doch gar keine 300.000 klicks sondern ein bisschen über 73.0...
Yo! Remember the 90s!
Das geht da ab! **youtube.com/watch?v=RA1dbxjcB44