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Geschrieben von Dirk Lüneberg
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Western—Start am 24.02.Für seine Rolle als abgehalfterter Countrysänger in »Crazy Heart« hat
Jeff Bridges im vergangenen Jahr den Oscar gewonnen, nun ist er in
diesem Western erneut als das gerne mal einen über den Durst trinkende
Raubein mit dem Herz am rechten Fleck zu sehen,
wurde wieder für den Oscar nominiert und ist einmal mehr jeden Eintrittskartencent wert. Angeheuert wird der von Bridges gespielte Marshall Cogburn von der 14-jährigen Mattie (eine echte Entdeckung und der heimliche Star des Films: Hailee Steinfeld), auf dass er ihren, von einem gesuchten Gauner hinterrücks ermordeten Vater räche. Cogburn lässt sich nach einigem Hin und Her auf den Deal ein und macht sich zusammen mit Maggie und dem Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon), der ebenfalls auf der Jagd nach dem Mordbuben ist, auf die Suche nach eben diesem.
Die Coen-Brüder haben hier ein ebenso klassisches wie modernes Remake des John Wayne-Western »Der Marshall« abgeliefert, in dem sie kräftig am urkapitalistischen »Alles hat seinen Preis«-Gründungsmythos der USA kratzen. So kennt die geschäftstüchtige, nicht auf den Mund gefallene und cleverer als die sie umgebenden, ach so harten Männer agierende Maggie zwar die Regeln des Spiels und weiß, dass auch der Tod eines Menschen letztlich nur eine Frage des Preises ist, glücklich wird sie durch ihre Racheaktion am Ende trotzdem nicht. Ein vom feinen, für die Coen-Brüder so typischen Humor durchzogenes, brillant bebildertes und pointiert orchestriertes Meisterwerk als würdiger Berlinale-Eröffnungsfilm und potenzieller Oscar-Abräumer.
USA 2010, 110 Min., R: Joel & Ethan Coen, D: Jeff Bridges, Hailee Steinfeld, Matt Damon, Josh Brolin
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