Frag’ Shelley: Her oder weg mit den kleinen Engländern?
Geschrieben von Shelley Masters   
Liebe Shelley, seit kurzem bin ich so verliebt. In einen Engländer (24), der hier als DJ sein Glück suchen will. Als ich mit ihm in Clubs unterwegs war, erwischte ich ihn aber schon zweimal mit anderen Girls, er war am Knutschen. Er entschuldigte sich und sagte: »I only fancy you.« Ich liebe ihn, aber liebt er mich auch? Was soll ich machen. Deine Steffi (21).

Liebe Steffi,

wie das mit den Briten eigentlich so ist...? Zum einen ist die Trinkkultur auf der Insel deutlicher als hier verankert. Während in Deutschland nur Prolls über 30 in der Öffentlichkeit betrunken sind, gehört es im Königreich zum guten Ton, sich dann und wann, im Sommer sogar tagsüber, besinnungslos zu betrinken. Sei es beim Pferderennen, sei es beim Cricket. Uns ist klar, dass Trinken die Hemmungen senkt—die Brust entblößenden Engländerinnen sind legendär, sogar Einheiten der Deutschen Marine erklärten mir ihre Ängste vor diesen Damen. Wir könnten das Fremdgeflirte Deines Inselschatzes also auf die Drinks schieben, denn sicherlich hattet Ihr in den Clubs schon etwas getrunken?

Zum anderen möchte ich auf ein Zitat von Ernest Hemingway, dem wohl berühmtesten, ersten und bekennenden Expat verweisen, das vielleicht noch ein wenig mehr Licht in das Dunkel Deiner jungen Beziehung bringt: »Du bist ein Expat. Du hast den Kontakt mit dem Boden verloren. Du wirkst gekünstelt. Die falschen europäischen Standards haben dich ruiniert. Du trinkst Dich selbst ins Grab. Du bist besessen von Sex. Du verbringst all Deine Zeit damit, zu reden, aber nicht zu arbeiten. Du bist ein Expat, siehst Du, du hängst doch nur in Cafés.« (Aus: »The Sun Also Rises«, Kapitel 12). Das hat dieser große Schriftsteller bereits 1926 festgestellt, über Amis und Briten auf unserem Kontinent.

Berlin ist ein Anlaufpunkt für diese Fremdländer geworden, ähnlich wie Paris 1926, und mitnichten sind alle jungen Männer auf der Suche nach der großen Liebe. Ich kenne Briten, die von mir und Freundinnen in festen Beziehungen wissen, nach der dritten Flasche Wein immer wieder mit Knutschversuchen und noch tolleren Versprechungen ankommen. Nächtliche, sexy SMS, Einladungen zum Weitertrinken, lustige Anmachen. Ich kann dazu nur sagen: Frauen Berlins, nehmt diese jungen Männer, die die Welt durch ihre Kunst verändern wollen, als Geschenk, und mit Gummi, aber nicht als Garantie statt Riester-Rente! Seid experimentierfreudig, gastfreundlich, kulturaustauschend, aber passt auf Euer Herz auf!

Love ❡ Shelley Masters


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