Hauptstadt der S-Bahn-Diebe
Geschrieben von Carsten Siemund   

Hauptstadt der S-Bahn-Diebe Bild: Die BundespolizeiDurchfeierte Nächte enden häufiger auf dem Polizeirevier

Für viele Touristen gehört ein Clubbesuch zu den Höhepunkten ihrer Reise nach Berlin. Aber auch die Einheimischen sind wilden Partys nicht abgeneigt. Irgendwann wird dann nach jeder Party der Heimweg angetreten.
Häufig sind die Partygänger erschöpft von der exzessiven Feier und wünschen sich nur noch eines: Schlafen. Dies birgt jedoch ein großes Risiko, denn durch Berliner U- und S-Bahnen streifen vermehrt Diebe, die es explizit auf alkoholisierte, schlafende Bahnreisende abgesehen haben.

Die Diebe bewegen sich in Gruppen von zwei bis drei Personen durch die Züge und testen, welche Reisenden fest genug schlafen um sie bestehlen zu können. Die bevorzugte Beute ist dabei Bargeld, aber auch Smartphones nehmen die Diebe gerne mit. Oft reicht schon ein einfaches Kopfhörerkabel aus, damit die Diebe genau wissen, wo sich Smartphone oder iPod. befinden.

Wenn die Opfer aufwachen, geben sich die Diebe als Mitreisende aus, die angeblich von einem Diebstahl nichts mitbekommen hätten. Besonders gefährdet sind Reisende in der Ringbahn S 41 und 42 sowie auf den Linien S 7 und S 75. Die Diebe sind dabei überwiegend in der Zeit von ein Uhr nachts bis sieben Uhr morgens auf Beutezug.

Um einen Diebstahl zu verhindern, helfen häufig schon einfachste Mittel: Wenn möglich, sollte man sich immer in kleinen Gruppen auf die Heimreise machen oder sich in der Bahn hinstellen, damit man nicht einschläft. Auch ist es sinnvoll, nur das Nötigste mitzunehmen und auf teure elektronische Spielsachen zu verzichten oder diese zumindest nicht öffentlich zu zeigen, sodass jeder Dieb darauf aufmerksam wird. Wird man Zeuge eines Diebstahls, ist es am besten, sich selbst nicht in Gefahr zu bringen und den Dieb durch lautes Singen oder Grölen zu verscheuchen. Danach sollte auf jeden Fall die Polizei verständigt werden, damit diese eine Personenbeschreibung aufnehmen kann.  Carsten Siemund

Tipps zu Prävention:


-    Wenn möglich, immer in Gruppen fahren


-    Beim Fahren immer stehen!


-    Nur das Nötigste mitnehmen!


-    Teure Geräte zu Hause lassen


-    Geräte nicht offen zeigen



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