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Hertha verspielt die Meisterschaft |
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Geschrieben von Tommy Kempert
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Torloses Remis gegen Schalke 04 zerstört Berliner Meisterträume
Als Marko Pantelic, glänzend vom starken Raffael in Szene gesetzt,
allein vor dem Schalker Torhüter und Nationalspieler Manuel Neuer
auftauchte und den Ball gekonnt an ihm vorbei ins Tor spitzelte,
jubelten viele der über 70.000 Hertha-Fans im ausverkauften Berliner
Olympiastadion voreilig. Der Linienrichter hob die Fahne und
Schiedsrichter Gaggelmann entschied auf Abseits. Zu Unrecht.
Besonders
bitter für die Berliner ist das, weil es Hertha eben bisher meist
genügt hatte, mit einem Tor Vorsprung ein Spiel für sich zu
entscheiden. Der Treffer von Pantelic, gleichzeitig ein schönes
Abschiedsgeschenk, hätte das Spiel wohl entschieden, denn (das müssen
selbst Kritiker anerkennen) eine Führung gab Hertha äußerst selten aus
der Hand. Dass die Schalker selbst offensiv keine wirklich nennenswerte
Szene vorweisen können – doppelt ärgerlich.
Es ist müßig, das torlose
Remis nun am Unparteiischen festzumachen, denn Hertha BSC boten sich
zahlreiche weitere Einschussmöglichkeiten, die alle ungenutzt blieben.
Weil Wolfsburg derweil auf beindruckende Weise seine Tabellenführung
bestätigte und wehrlose Hannoveraner mit 5:0 aus dem Stadion schoss,
bleibt Hertha BSC nun lediglich eine theoretische Chance auf die
Meisterschaft. Sollte Wolfsburg am letzten Spieltag verlieren, Bayern
und Stuttgart gleichzeitig unentschieden spielen, würde Hertha BSC ein
21:0 gegen Karlsruhe reichen, um die Schale dann doch noch zu holen.
Leicht zu erkennen: die Meisterschaft ist verspielt.
Auf ein
Unentschieden zwischen Bayern und Stuttgart können die Berliner Fans
jedoch wirklich hoffen, denn bei einem gleichzeitigen Sieg in
Karlsruhe, bedeutete das Platz zwei und die direkte Qualifikation für
die Champions League.
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