Im ersten Teil dieses Film-Doppels (Teil 2 ab dem 23.07. im Kino) konzentriert sich Steven Soderbergh ganz auf Ches und Fidel Castros Eroberung von Kuba Ende der 50er Jahre. In stimmungsvollen Cinemascope-Bildern erleben wir, wie sich der Argentinier Guevara trotz Asthma durch den Dschungel beißt.
Unterbrochen sind diese Sequenzen von schwarzweißen Szenen aus New York
1964, in denen Che wie ein Popstar auftritt. Da sich Soderbergh als
Vorlage Guevaras Tagebücher genommen hat, verwundert es nicht, dass
dieses Porträt nicht sonderlich kritisch geworden ist. Dennoch ist dies
auch keine pure Glorifizierung, dafür ist Soderberghs bewusst
zurückhaltende Inszenierung nicht pathetisch genug. Das Problem: Das
Ganze ist dann doch a bisserl langweilig. Aber Benicio Del Toro in der
Titelrolle – der ist klasse.
USA/Spanien 2008, 131 Min., R: Steven Soderbergh, D: Benicio Del Toro,
Rodrigo Santoro, Julia Ormond