2019 – Ein Jahrzehntrückblick
Geschrieben von Jürgen Laarmann   
Wir schreiben das Jahr 2019. Es sind die letzten Wochen des zweiten Jahrzehnts des Jahrtausends. Zeit, Bilanz zu ziehen. Es ist herrliches Wetter in Berlin. Anfang Dezember, 20 Grad, den Palmen auf dem Potsdamer Platz geht’s prächtig. Andere Städte haben nicht so sehr vom Klimawandel profitiert wie Berlin. Bereits 2016 wurde allen klar, dass die beim Klimagipfel 2009 beschlossenen Maßnahmen wohl nicht ausreichten, das Klima zu retten. Statt dem Soli zahlen wir jetzt ja ein Prozent unseres Gehalts für die armen Hamburger, die nach den Überschwemmungen vor zwei Jahren evakuiert werden mussten.

Ja  - nach dem lauen Anfang des Jahrtausends war wirklich eine Menge los in den letzten zehn Jahren. Prägendstes Jahr der Weltwirtschaftsgeschichte war sicherlich das Jahr 2013 mit dem Zusammenbruch der US-Notenbank, nachdem schon Ende 2012 die Kreditkartenblase geplatzt war, und der anschließenden fast weltweiten Hyperinflation. War das ein Chaos, als man für ein Hanuta erst 200.000 Euro, eine Woche später dann sogar zwei Milliarden bezahlen musste; und dass man schließlich ein Jahr mit Lebensmittelmarken und Tauschhandel über die Runden kommen musste.

Aber seit 2014 gibt’s ja nun eine einheitliche Weltwährung, den Ennwu (New World Unit), und seitdem ging’s wirklich erstaunlich bergauf. Das Tolle war, dass die gewaltigen Umsetzungen weitgehend friedlich von sich gingen, weil alle Nationen hauptsächlich damit beschäftigt waren, das Chaos in den Griff zu kriegen, und auch die Vertreter der großen Weltregionen sich schnell einigten, dass es Wichtigeres zu tun gäbe, als sich zu bekriegen. Allein, dass 2017 fast alle Energieprobleme der Welt durch die Fertigstellung riesiger Sonnenenergiespiegel in der Gesamtsahara gelöst wurden, dürfte man als den wohl gewaltigsten Fortschritt des Jahrzehnts sehen. Auch Afrika profitierte enorm davon und gilt als Boom-Kontinent schlechthin. Die Partyszene in Dakar soll derzeit die beste der Welt sein.

Sportlich erfreulich war sicherlich der Gewinn der Champions League 2018 durch Red Bull United Berlin. Nach dem Abstieg und dem anschließenden Bankrott von Hertha BSC am Anfang des Jahrzehnts sah es ja zunächst so aus, als würden wir auf lange Sicht keinen Bundesliga-Fußball mehr in Berlin haben, da die Träume vom Aufstieg von Union leider Träume blieben. Erst als Red Bull im Jahr 2014 sein Experiment mit Rasenball Leipzig aufgab und nach der Abschaffung der Formel 1 Union und den Hertha Nachfolger mit Millionenbeträgen vereinigte, ging‘s richtig nach vorn und RBU Berlin wurde deutscher Meister.

Zugegeben – vielleicht (beziehungsweise ganz sicher) kommt’s bestimmt anders. Das ist ja das Interessante an der Zukunft, dass wirklich jede Prognose der Weltgeschichte über mehr als fünf Jahre bisher stets von der Realität über den Haufen geworden wurde. Lassen wir uns überraschen und viel Glück fürs nächste Jahrzehnt!



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Carsten LE bulls  - Die LE Bulls     |24.12.2009 07:32:42
Hallo nach Berlin (von Leipzig aus

ist ja ein netter Artikel geworden. Ich denke aber nicht, dass es ein RBB (Redbull Berlin) geben wird, da RB einen solchen Schritt kaum wagen wird. Sie haben mit RB Leipzig einen guten Verein "gefunden" bzw. gegründet.
Auch in 10 Jahren werden sie nicht das GEld, was in den Verein gesteckt wurde, einfach so liegen lassen.

Bis bald zu den Spielen von RB gegen die Hertha - vieleicht schon in 2-3 JAhren in Liga 3 oder 2

grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr

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